Schiebesysteme in der Villa NafplioBlu von Katerina Valsamaki Architects

In der griechischen Stadt Tolo, eingebettet in die Hügel des Peloponnes, liegt mit Blick auf den Argolischen Golf die Villa NafplioBlu. Das Gebäude ist privater Sommersitz der Bauherren und zugleich ein mietbares Luxus-Ferienhaus. Die Athener Architektin Katerina Valsamaki legte bei ihrem architektonischen Gestaltungskonzept Wert auf eine behutsame Integration des Gebäudes in die Natur und einen „offenen Dialog“ mit dem Küstenpanorama.

Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos

Tolo ist ein Fischer-, Bade- und Touristenort auf dem Peloponnes, circa 10 km südöstlich von Nafplio, der ersten Hauptstadt Griechenlands, gelegen. Das Baugrundstück der Villa NafplioBlu befindet sich in Hanglage oberhalb des Ortes, umringt von Olivenhainen. Diese malerische, exponierte Lage ermöglicht einen spektakulären Panoramablick auf den Argolischen Golf mit den vorgelagerten Inseln Plateia, Psili und Spetses.

Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos

Architektur folgt Natur

Die Lagebeschreibung der Villa NafplioBlu gewinnt Bedeutung in Zusammenhang mit dem stilistischen Leitbild von Katerina Valsamaki Architects (Interview). Darin räumt die Architektin dem Dialog zwischen Gebäude und Umfeld eine sehr hohe Bedeutung ein. Lage und umliegender Naturraum des Grundstücks in Tolo gaben ihr die Möglichkeit, diese Zielsetzung mit höchster Konsequenz umzusetzen. So schmiegt sich das Objekt an das natürliche Gefälle des Hangs und ist in Teilen sogar direkt in den Fels gebaut. Um das Seepanorama für die Bewohner in allen wesentlichen Nutzungszonen optimal sichtbar zu machen, ist der rechteckige Baukörper quer zum Hang arrangiert und mündet zur Meeresseite in eine weit geöffnete, lang gestreckte Glasfassade, deren volle Breite durch den angrenzenden Pool formal aufgenommen wird. Großzügige, offene Wohn- und Essbereiche sind hier arrangiert, und die Bewohner können je nach Witterung und Komfortbedürfnis zwischen mediterraner Offenheit und transparentem Raumabschluss variabel wählen.

Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos

Neun Meter breites Schiebesystem

Um die Natur ins Gebäude zu holen, Grenzen zwischen außen und innen aufzuheben und das Panorama ganzjährig erlebbar zu machen, plante die Architektin zur Meeresseite hin diese ca. 9 Meter breite Lichtöffnung ein, die mit dem Schiebesystem Schüco ASS 50 realisiert werden konnte. Die komplette Breite und Höhe der Seefassade konnte aufgrund der hervorragenden statischen Eigenschaften des Systems mit nur vier schlank profilierten Schiebeelementen von ca. 2,30 m x 2,90 m überspannt werden. Der Schüco Partnerbetrieb Alotek AE aus Lamia realisierte das Vier-Segment-System barrierefrei mit bodenversenkten Schienen, wobei jedes Segment in voller Breite des gesamten Lichtausschnitts auf seiner eigenen Schiene läuft. Hierdurch wird es möglich, bei Bedarf alle vier Segmente hintereinander und ohne Versatz außerhalb des Sichtfeldes des Wohnbereichs zu parken. In diesem Fall entsteht eine stützenfreie Öffnung von ca. 9,00 m x 2,90 m.

Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos

Strategische Lichtöffnungen

Ihren Stilprinzipien folgend, arbeitete die Architektin auch andernorts in der Gebäudefassade mit Fenstern und Fenstertüren, die sie selbst als „strategische Lichtöffnungen“ bezeichnet. So ist in dem Obergeschoss, das ähnlich einem Staffelgeschoss zurück versetzt ist und zwei zusätzliche Schlafzimmer und Bäder beherbergt, ebenfalls das Naturpanorama der Protagonist, dem die Architektur konsequent folgt. Im Bauherren-Schlafzimmer im Erdgeschoss ermöglichen raumhohe, zweiteilige Schiebesysteme Schüco ASS 50 sowie ein lang gestrecktes Panoramafenster Schüco AWS 70 BS.HI den Blick in die umliegende Landschaft und auf das Seepanorama. Das Bad im Erdgeschoss wiederum erlaubt es den Benutzern über ein raumhohes Dreh-/Kipp-Fenster (ebenfalls Schüco AWS 70 BS.HI), die angrenzenden Olivenhaine zu betrachten oder in die Natur hinauszugehen.

Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos

Puristische Materialien und ausgewählte Gebäudetechnik

Aluminium Fenster-, Tür- und Schiebesysteme von Schüco wurden nicht allein wegen ihrer Eleganz und hohen Funktionalität gewählt. Dichter Raumabschluss und ganzjährige Energieeffizienz waren ebenfalls Entscheidungskriterien, die in der Konfiguration mit sonnenschutzbeschichtetem Isolierglas berücksichtigt wurden. Auch bezüglich der langfristigen Wartung und Pflege hält die Architektin die Aluminium-Systeme schlicht für die beste Lösung, zumal für Gebäude in Küstennähe, wo hohe UV-Strahlung und korrosive Luft die Rahmenmaterialien und alle exponierten Komponenten erhöhten Belastungen aussetzen.

Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos

Wartungsarme Langlebigkeit und unauffällige Eleganz bestimmen durchgängig die Materialwahl für die Villa NafplioBlu. Steinfassaden-Elemente aus regionalem Naturstein, weißer Putz, Natursteinfliesen und Naturholz-Oberflächen wurden sowohl unter dem Aspekt der Pflegeleichtigkeit wie auch der Integration in das Umfeld gewählt. Sie sollen das Gebäude materiell im natürlichen Umfeld verankern. Wesentliche Elemente des energetischen Konzeptes sind neben den hoch isolierten Schüco Systemen eine wärmegedämmte Fassade, Solarthermie-Panels zur Warmwasserbereitung sowie eine automatisierte Klimatisierung für die besonders heißen Tage.

Schüco Systeme im Objekt
Schiebesysteme: Schüco ASS 50
Festverglasungen + Dreh-/Kipp-Fenster: AWS 70 BS.HI
Eingangstür: Schüco ADS 65.HD
Besonderheiten:

  • 9050 x 2920 mm großes Schiebesystem Schüco ASS 50, bestehend aus vier Elementen mit jeweils eigener Schienenführung
  • Profile in Granitfarbe mit Sandstrahloptik ‚Gris 2900 Sable‘
  • Isolierverglasung mit Sonnenschutzglas auf der Wetterseite

Schüco Schiebetüren, www.schueco.de/view

Bautafel

Projekttitel: Villa NafplioBlu, Tolo (GR)
Nutzung: privates Feriendomizil und mietbares Ferienhaus
Architekt: Katerina Valsamaki Architects, Athen (GR); www.katerinavalsamaki.gr
Verarbeiter Metallbau: Alotek AE, Lamia (GR)
Fertigstellung: 2018