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Fassadengestaltung Parkhaus Flughafen Frankfurt

Der Flughafen Frankfurt ist auf Wachstumskurs: Bis zum Sommerflugplan 2026 soll das neue Terminal 3 fertiggestellt sein – und mit ihm ein neues Parkhaus. Bei dessen Fassadengestaltung haben sich die Projektentwickler für Architekturgewebe von GKD entschieden. Das sorgt für frische Luft im Inneren und mehr.

Mit über 70 Millionen Passagieren im Jahr 2019 gehört der Frankfurter Flughafen zu den größten Flugdrehkreuzen Europas. Mit dem neuen Terminal 3, das aktuell im Bau ist, sollen die Passagierzahlen noch um weitere 19 Millionen ansteigen. Zum Neubau gehört neben drei Flugsteigen, dem Terminalhauptgebäude und einer Station für die neue Sky Line-Bahn auch ein hochmodernes Parkhaus, das in dieser Dimension einmalig in Deutschland ist. Auf insgesamt 240.000 Quadratmetern – einer Fläche von 34 Fußballfeldern – verteilt auf acht Etagen sollen nach Bauabschluss 8.500 Pkw Platz finden. Zudem sind zahlreiche Stellplätze für EFahrzeuge und Fahrräder geplant. 14 Treppentürme sowie eine Übergangsbrücke für Fußgängerinnen und Fußgänger sorgen trotz gigantischer Gebäudemaße für kurze Wege zwischen Fahrzeug und dem Terminalhauptgebäude sowie dem Check-in.

Fraport Terminal 3 Parkhaus. Bildquelle: Fraport AG
Fraport Terminal 3 Parkhaus. Bildquelle: Fraport AG

Kosteneffizient und nachhaltig

Bei einem Bau dieser Größe und mit einem eng getakteten Zeitplan kommt es darauf an, dass jedes Element nahtlos ans andere passt. Die Betreibergesellschaft Fraport AG entschied sich deshalb für ein Parkhaus in Systembauweise des Generalübernehmers Goldbeck, bei dem die Stahl- und Betonteile vorab in eigenen Werken gefertigt und auf der Baustelle nur noch zusammengefügt werden. Auch bei der Gewebewahl für die Fassaden gaben Effizienz und Funktionalität den Ausschlag: Denn ein wichtiges Kriterium bei Parkhäusern ist die Belüftung. Ermöglicht das Fassadenmaterial einen natürlichen Luftaustausch, spart das immense Kosten, die bei einem künstlichen Belüftungssystem entstehen würden. Zudem bestand seitens des Architekten und des Ingenieurbüros der Wunsch, dass die 400 beziehungsweise 200 Meter langen Fassadenflächen der beiden Baukörper auch eine gestalterische Funktion erfüllen. Die Wahl fiel auf das Seilgewebe Omega Divergence. Sebastian Rick, Projektmanager Architekturgewebe bei GKD, erklärt warum: „Omega Divergence bietet Architekten bei der Fassadengestaltung enorme Flexibilität, da innerhalb eines Paneels verschiedene Öffnungsgrade nahtlos gewebt werden können.“ Gleichzeitig unterstützt es die natürliche Belüftung, schützt vor Schlagregen und ist extrem langlebig. Darüber hinaus wird bei der Herstellung recycelter Edelstahl verwendet, was auf das nachhaltige Baukonzept des Flughafenbetreibers einzahlt. Als Rahmen für die Paneele aus Omega Divergence sowie an den Treppentürmen, die die Baukörper zugleich optisch gliedern, kommt das Seilgewebe Tigris zum Einsatz. Das bildet nicht nur einen gestalterischen Kontrast zu Omega Divergence, sondern sorgt für Absturzsicherheit entlang der Treppen.

Fraport Terminal 3 Luftaufnahme gesamt (Bauphase). Bildquelle: Fraport AG
Fraport Terminal 3 Luftaufnahme gesamt (Bauphase). Bildquelle: Fraport AG

Schneller als gedacht

Insgesamt beläuft sich die mit GKD-Gewebe verkleidete Fläche an dem Gebäudekomplex auf über 28.000 Quadratmeter – die größten eingesetzten Paneele wurden am Treppenhaus verbaut und haben eine Größe von rund 27 x 7 Meter. Auch für die Profis von GKD war das Projekt eine Herausforderung: „Um punktgenau produzieren und liefern zu können, waren wir von Beginn an im engen Kontakt mit Goldbeck“, erinnert sich Rick. Dank der präzisen Planung konnten die Paneele kosteneffizient hergestellt und dem engen Zeitplan gemäß verbaut werden. Mit einem für eine Großbaustelle ungewöhnlichen Ergebnis: Große Bauabschnitte waren früher als geplant fertig. Engin Aydin, Bauleiter bei Goldbeck: „Es war ein sehr partnerschaftliches und konstruktives Miteinander. Lediglich die Gewebemontage am Servicebereich als westlicher Abschluss des Parkhauses steht derzeit noch aus. Diese wird zeitnah erfolgen.“ Damit ist das Megaprojekt wie im Flug abgeschlossen.