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Nachverdichtung und Bauen im Bestand – Schwebender Büroanbau in Wuppertal

Das junge Wuppertaler Architekturbüro adbarchitektur hat diesen Sommer in Wuppertal Heckinghausen sein Vorzeigeprojekt zum Thema Nachverdichtung im städtischen Kontext fertiggestellt. Das unkonventionelle Bauwerk nimmt Bezug auf aktuelle Problemstellungen in der Architektur und Stadtplanung.

Die Flächen für Neubauprojekte in den Städten werden knapp und die Flächenversiegelung nimmt rasant zu, sodass anfallendes Regenwasser nicht mehr ausreichend versickern kann. Die Folgen können, wie an den Starkregenereignissen im Ahrtal 2021 oder in Wuppertal 2018 erkennbar, schwerwiegend sein. Bauherren und Planungsbüros müssen sich diesen Problemfragen in Zukunft immer häufiger stellen und nachhaltige Lösungen hierzu entwickeln. Flächenentsiegelung und die Nachverdichtung bereits bebauter Flächen rücken daher in den Fokus, wie auch im Bauvorhaben in der Hebbelstraße in Wuppertal.

Der Wunsch des Bauherren war die bauliche Erweiterung einer zur Bürofläche umgenutzten Wohnung. Da sich das Büro im zweiten Obergeschoss befindet und die bestehenden Garagen auf der anzubauenden Seite im Erdgeschoss liegen, war klar, dass herkömmliche bauliche Lösungen nur in Verbindung mit einem Abbruch der Garagen realisiert werden können. Daher entschieden sich die Beteiligten für den unkonventionellen Ansatz, den Büroanbau über den Garagen „schweben“ zu lassen.

Der gläserne Anbau ruht auf fünf filigranen Stützenpaaren ca. sechs Meter über dem Straßenniveau. Durch die verwendete Sonnenschutzverglasung und hocheffiziente Vakuum-Dämmpaneele kann auf zusätzliche Gebäudetechnik wie Lüftungsanlagen oder aufwendige Sonnenschutzvorrichtungen verzichtet werden. Dadurch werden die Betriebskosten gesenkt und eventuell anfallende Reparaturen bleiben aus. Ein wichtiges Kriterium hinsichtlich der Nachhaltigkeit, des Betriebs sowie des Lebenszyklus eines Bauwerks.